Bestellprozess reduzieren – Kunden ans Ziel führen

Dass Kunden möglichst ohne Ablenkung durch den Bestellprozess geführt werden, ist das wichtigste an einem Online-Shop. Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass die Bestellung sauber durchlaufen werden kann, Versand- und Zahlungsoptionen zur Auswahl stehen, sondern auch, dass Käufer nicht hin und her springen müssen und abgelenkt werden.

Überschaubarer Aufwand

Wenn Ihr Shop den zeitgemäßen Anforderungen noch nicht genügt: keine Sorge. In der Regel können alle Anpassungen über Änderungen an den Shop-Templates realisiert werden.

Ablenkung ist ein ernst zu nehmender Faktor bei der Gestaltung des Checkouts. Viele Shops verzichten beispielsweise darauf, im Bestellprozess Navigationselemente einzublenden. Käufern ist es so nicht möglich, absichtlich oder unabsichtlich den Checkout zu verlassen und etwa wieder im Shop zu stöbern.

Ein Schönes Beispiel für die strikte Weglassung der Navigationselemente habe ich bei einem Aquaristik-Händler gesehen, der Oxid als Shop-System nutzt.

image

Sehr schön, aber meiner Meinung nach etwas überladen: die Hilfe am rechten Rand. Die darf etwas schmaler sein, ansonsten ist das eine gute und sinnvolle Ergänzung, weil sie auch weniger erfahrenen Käufern durch den Bestellprozess hilft.

Gehen wir einen Schritt weiter. Auffällig ist die Navigation, die jetzt oben erscheint. Auch hier wird wieder der rechte Bereich genutzt, um Hinweise zu geben. Dieses Mal: verschlüsselte Verbindung mit SSL und das Trusted-Shops-Logo.

Sinnvolle Anordnung von Formularfeldern

ScreenShot684

Weniger schön: Hier fallen die “Paare” Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Ort auseinander. Von den meisten Shops und Formularen ist man es gewohnt, diese Angaben gebündelt einzugeben. Die Felder sollten daher so stehen, wie man es erwartet. Hierzu das Beispiel eines Händlers aus der Lebensmittelproduktion:

image

Die Besonderheit hier: Straße und Hausnummer sind nicht mehr in getrennte Felder einzutragen, sondern können hintereinander geschrieben werden. Die Gründe:

  • Es ist datenbanktechnisch ohnehin nicht vorgesehen, Straßennamen auszulagern und wieder zu verknüpfen – die Rechenleistung wäre bedeutend höher, als wenn man das Datenpaar einfach aus einem Feld ausliest.
  • Fast immer ist die Hausnummer ein Pflichtfeld. Übersieht der Käufer es, kann er nicht bestellen.
  • Es gibt Straßen ohne Hausnummern (zum Beispiel Höfe oder Einöden).

Lassen Sie unnötige Felder komplett weg

Liefern Sie überwiegend an Verbrauchersektor? Dann benötigt wohl kaum jemand Ihrer Kunden Formularfelder wie “Firma”, “Ansprechpartner”, “USt-ID”. Auch solche Felder wie “zusätzliche Information” im Adressblock werden wohl kaum benötigt und werden allenfalls für Angaben wie “3. Stock” verwendet.

Jedes Formularfeld ist eine Station, die den Bestellprozess verlangsamen kann. Ferner können sie Käufer verunsichern, die den Bestellprozess abbrechen.

Überlegen Sie kritisch: Werden Felder für Telefon- und Faxnummern wirklich benötigt oder soll man sie gesondert (etwa nach abgeschlossener Bestellung) abfragen?

Weichen für Privatkunden und Firmen

Händler, die sowohl an gewerbliche als auch an private Kunden liefern, sollten die Lösung mit einer “Weiche” einsetzen: fragen Sie Ihren Kunden bei Beginn des Checkouts, ob er Privat- oder Firmenkunde ist und zeigen Sie entsprechend reduzierte oder erweiterte Formulare an.